Golf Alliance Rundreise – Golfplatz Schloß Auel

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Mit der letzten Runde der Golf Alliance Golfplätze gibt es heute noch eine kurze Beschreibung meines Heimatplatz – der Golfanlage Schloß Auel. Die Anlage verfügt über 27 Löcher, wobei der 9-Loch Platz einen guten Einstieg für Golfanfänger bietet.

Die letzten Runden Anfang Mai zeigen den Platz schon in einem recht guten Zustand. Im März/April war der Platz insgesamt noch etwas feucht und die Fairways waren noch nicht so kurz gemäht, wie man sich das wünschen würde. Anfang Mai – nachdem die Grüns aerifiziert wurden – sind diese in wirklich gutem Zustand bespielbar.

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Wer unser Office und deren Besetzung kennt, wird sicherlich den freundlichen Empfang dort bestätigen können. Immer gut gelaunt und hilfsbereit. Startzeiten werden nicht vergeben, was an sehr schönen Wochenenden schon mal zu etwas Wartezeiten führen kann. Meist funktioniert das aber sehr gut und wenn es sehr voll ist, dann greift auch unser Marshal ein.

Der Platz ist etwas hügelig und hat eine ähnliche Topographie, wie der Golfplatz Siebengebirge. Insgesamt dürfte er aber etwas besser zu Fuß zu bewältigen zu sein. Lediglich der Aufstieg zum Grün der 1 ist je nach Platzierung des Balls etwas mühselig. Danach wird man mit unserem „Fließband“ zum Abschlag der 2 transportiert. Mit diesem Band, welches man vielleicht aus dem Skiurlaub kennt, verfügt der Platz über eine einzigartige Besonderheit, die es in Europa in dieser Form wahrscheinlich nicht noch einmal auf einem Golfplatz gibt.

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Ist man einmal auf dem oberen Plateau angekommen, hat man auch keine weiteren Steigungen mehr zu bewältigen, sondern kann den Blick rundherum genießen. Bahn 2 ist relativ unkritisch, wenn man mal von dem kleinen Bachlauf kurz vor dem Grün absieht. Longhitter versuchen es immer wieder mal, das Grün anzugreifen. Das Grün wurde auch bei einer der Umbauten in den letzten Jahren neu angelegt und ist eines der wenigen Grüns, welches eine kleine Stufe besitzt. Ansonsten sind unsere Grüns eher flach und durchschnittlich groß.

Was nicht bedeutet, dass die Grüns einfach zu spielen sind. Das „schlimmste“ Grün findet man direkt auf der 1, weil es deutlich hängt und man bloß nicht von oben putten sollte. Auch das Grün der Bahn 6 ist je nach Lage immer wieder mal für einen 3-Put gut. Die eigentliche Herausforderungen des Platzes sind aber sicherlich die vielen Hanglagen. Bahn 4 – ein über 400 Meter langes Par 4 – zeigt hier zu Beginn eindrucksvoll, was eine Hanglage mit einem Golfball so anstellen kann. Dafür kann man hier einen sehr schönen Blick über das bergische Land bis nach Overath genießen.

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Weitere Herausforderungen des Platzes ist das teilweise recht hohe Rough. Auf Bahn 5 sieht man immer wieder Flights auf der rechten Seite, die verzweifelt versuchen, irgendwelche Bälle wieder zu finden. die funktioniert meist nur, wenn gerade gemäht wurde, was leider auf Grund irgendwelcher Regularien nicht sehr oft im Jahr passiert.

Der Golfplatz schloß Auel ist auch wieder ein Platz, dem ein strategisches Spiel ganz gut tut. Meist hilft es auch den Driver stecken zu lassen und sich etwas zurück zu halten. Eines der interessantesten Löcher auf dem Platz dürfte wohl die Bahn 9 sein. Hier geht es mit dem Abschlag quasi von der höchsten Stelle des Platzes zu tiefst gelegenen Stelle. Bevor der Herren Abschlag versetzt wurde, haben viele Longhitter versucht, das Grün direkt anzugreifen. Dies hat nun nachgelassen und ist in der Regel auch keine gute Idee, da der Ball im Rough oder Wasser schnell verloren geht.

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Mit den Bahnen 10, 11 und 12 kommen dann nochmal ein paar Bahnen, die etwas mehr Steigungen haben. Danach geht es dann relativ flach über die letzten Spielbahnen. Nur Bahn 16 erfordert dann nochmal einen leichten Anstieg. Auf Bahn 11 besteht die Herausforderung, den Abschlag möglichst auf die Kuppe zu platzieren. Leider dürfte das nur in Ausnahmefällen gelingen, so dass man den zweiten (blinden) Schlag aus einer ziemlichen Hanglage spielen muß. Diesen Schlag sollte man auf jeden Falls links halten, da die Bälle bei trockenen Fairways sonst immer nach rechts weglaufen und man wundert sich, warum man sie nicht wieder findet.

Auf der Runde begegnet einem auch immer wieder mal ein Wasserhindernis. Auf Bahn 12 kommt ein kleiner See gerne mal ins Spiel, da sich das Grün im Prinzip dahinter versteckt. Die größte Herausforderung ist wohl das Biotop auf der Bahn 13. Möchte man das Grün mit dem zweiten Schlag erreichen, sollte man den Abschlag möglichst dicht an Wasser bringen. Sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite lauert zudem eine Ausgrenze, so dass auch noch ein möglichst gerader Schlag gefragt ist.

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Auf Bahn 14 und 15 kommt man dann zu den neuesten Löchern des Platzes. Diese haben zwei alte Bahnen auf dem ursprünglichen Platz ersetzt, die nun Bestandteil des 9-Loch Platzes sind. Mit diesem Umbau wurde der Platz weiter entschärft, da sie komplett flach sind.

Auf Bahn 17 findet man dann nochmal ein sehr schön angelegtes Par 3, welches von einigen Bunkern und einem See neben dem Grün geschützt wird. Auf Bahn 18 begleitet einen dann auf der rechten Seite ein Wasserhindernis, welches in einen kleinen See vor dem 18. Grün mündet. Dieses Wasserhindernis ist schon zahlreichen Spielern zum Verhängnis geworden. Erfahrene Spieler, die nicht direkt über das Wasser gehen wollen, versuchen immer die kleine Senke links neben dem Grün zu treffen. In der Regel läuft der Ball von hier aus noch aufs Grün.

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Der Platz ist sehr abwechslungsreich und man muß ihn sicherlich ein paar mal gespielt haben, damit man die einzelnen Herausforderungen besser meistern kann. Dies hat jedoch den Vorteil, dass es hier nie langweilig wird. Nach über 15 Jahren bin ich immer noch froh, diesen Platz als Heimatplatz gewählt zu haben. Langweilig ist der Platz für mich auch heute noch nicht.

Einziges Manko, welches wohl durch den ursprünglichen Erbauer und Betreiber des Platzes hervor gerufen wurde, sind die Bunker und teilweise auch die Abschläge. Einige Bunker sind aus meiner Sicht ein echtes Ärgernis, da sie entweder zuviel Sand haben oder man sich die Handgelenke verletzen kann, weil nur wenige Sandkörner auf einem „Betonboden“ liegen.

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Die Lage und die Aussicht des Platzes und das ständig erweiterte Hotelangebot direkt am Platz sorgt aber dafür, dass wir hier auch bei Gästen einen sehr gerne angenommenen Golfplatz haben. Neben dem Hotel Aggerschlößchen, welches vom Betreiber der Anlage betrieben wird findet man mit dem Hotel Schloß Auel ein schöne Unterkunft, die gerne auch für Hochzeiten genutzt wird. Weitere Zimmer entstehen gerade in einem Neubau direkt neben dem Schloß.

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