La Torre Golfresort in Spanien – Saurines Golf

0
3108
La Torre Resort - Golfplatz Saurines

Irgendwie muss ich mich wohl mal besser organisieren, damit ich die Berichte zu unseren diversen Golfurlauben zeitnah veröffentlichen kann. Da ist mir doch erst jetzt aufgefallen, dass noch eine Platzbeschreibung von unserem März-Urlaub fehlt. Dabei haben wir seitdem schon zwei weitere Golfurlaube gehabt und im Winter geht es dann auch nochmal los.

La Torre Resort - Golfplatz Saurines

Am letzten Tag unseres Urlaubs haben wir schließlich den vierten Platz – Saurines La Torre – aus unserem Golfpaket gespielt. Diesmal hatten wir keinen Sturm mehr aber windstill war es leider auch nicht.

Der Golfplatz liegt etwa 3 Minuten vom La Torre Golfresort entfernt. Insgesamt scheint die Anlage etwas jünger zu sein. Das „Clubhaus“ bestand aus einem Container und Übungsanlagen gab es auch keine. Lediglich ein paar Abschlagmatten waren vorhanden, von denen man die Bälle in ein Netz schlagen konnte. Ein Übungsgrün gab es leider auch nicht. Dabei hätte man bei den Herausforderungen auf den Grüns eigentlich vor der Runde dringend putten üben müssen.

Der im Wüstenstil gestaltete Platz hat so ziemlich die heftigsten Grüns gehabt, die wir je gespielt haben. Sie waren nicht nur ziemlich schnell sondern auch onduliert ohne Ende. Weiterhin ist es wohl die Spezialität eines Niklaus Course, dass die Grüns in der Regel erhöht sind und nach allen Seiten abfallen.

Trifft man nicht die richtigen Stellen auf dem Grün, dann liegt der Ball ganz schnell wieder in einer der Senken, die um die Grüns zu finden sind. Selbst gut getroffene Bälle, die in unmittelbarer Entfernung der Fahne landen, müssen somit nicht zwingend auf dem Grün bleiben. Manchmal liegen sie auch auf der anderen Seite der recht großen Grüns. Oft fehlt die Zeit sämtliche kleinen Hügel und Senken sowie Breaks auf dem Grün zu lesen. Das Putten war also eine echte Herausforderung.

Interessant war auch das „Wüstendesign“ des Platzes. Rings um das Fairway gab es grobkörnigen Sand mit etlichen Sträuchern. Dies waren auch fast die einzigen Hindernisse, in denen man seinen Ball verlieren konnte. Abgesehen von dem Wasser, welches aber nicht an sehr vielen Bahnen ins Spiel kam.

La Torre Resort _ Golfplatz Saurines

Oft lag in Drivelänge ein Sandhügel, so dass man sich überlegen musste, ob man ihn überspielen kann oder doch lieber links bzw. rechts daran vorbei spielt. Der Platz hatte im Schnitt durchaus längere Bahnen, so dass er aus meiner Sicht der schwierigste von den vier gespielten Plätzen war.

Die Fairways waren ebenso onduliert, wie ich es selten auf einem Platz bisher erlebt habe. Man hatte den Eindruck, dass die Fairways aus lauter kleinen Hügeln und Senken bestanden. Dies sorgte dafür, dass man nicht immer wusste, wo der Ball denn tatsächlich liegen bleiben würde.

Leider war die Umgebung dieses Platzes nicht so schön. Waren sonst an den Plätzen eher kleinere Häuser um die Fairways herum gebaut, gab es hier ausschließlich dreistöckige Wohnanlagen. Dies wäre noch nicht so schlimm. Viele der Häuser waren jedoch noch nicht fertig gestellt. Neben leeren Hausgerüsten standen einige Kräne in der Gegend herum. Insgesamt hatte man aber nicht den Eindruck, dass hier tatsächlich gebaut wurde.

La Torre Resort - Golfplatz Saurines

Auch fehlte aus meiner Sicht das eine oder andere spektakuläre Loch. Richtig beeindruckend war jedoch das letzte Grün auf der 18, einem Par 3. Das große Grün wurde in der Mitte mit einem nahezu 1 Meter tiefen „Graben“ durchzogen. Natürlich war mein Ball in dieser Senke verschwunden, obwohl der Ball neben der Fahne aufgekommen war. Nach 18 Bahnen war man jedoch bereits einiges auf den Grüns gewohnt, so dass der Putt glücklicherweise den Ball in die Nähe der Fahne beförderte und ich zu guter Letzt noch ein Par spielen konnte.

Es war eine sehr interessante Runde auf einem Golfplatzdesign, wie wir es bisher noch nicht gespielt haben. Leider ist der Urlaub nun vorbei und wir hoffen, dass das Wetter bei uns langsam auch wieder zu schönen Golfrunden einlädt.

Im La Torre Resort hat es uns sehr gute gefallen und auch die Plätze waren sehr interessant. Fraglich ist aus unserer Sicht aber, wie lange sich dieses Resort wohl noch halten kann. Ein Großteil der Häuser dürfte wohl noch lange auf einen Besitzer warten. Es wäre jedenfalls Schade für das interessante Resort.

Kommentieren Sie den Artikel