Archiv für 'Golfregeln' Category

Feb 27 2010

Etikette - gerne vergessene Regelungen

Veröffentlicht von Golf Blogger in Golfregeln

Es wird mal wieder Zeit für ein paar Regel- bzw. Etikette-Themen. Nachdem ich heute das erste Mal seit langer Zeit wieder auf dem Platz war, habe ich direkt wieder zahlreiche “Verstöße” gegen die Etikette beobachten dürfen.

Halten wir den Spielern mal zu Gute, dass der letzte Regel-/Etikettekurs schon eine Weile her ist. Trotzdem gibt es einige Regelungen, die man scheinbar nicht oft genug wieder holen kann.

Erstaunlicherweise sind bei den regelmäßigen Verstößen genau solche Handlungen dabei, über die wir uns selbst aufregen, wenn andere sie begehen. Aber das eigene Verhalten scheint hier manchmal eine Ausnahme zu sein.

Wahrscheinlich regt sich jeder Spieler darüber auf, dass er mit seinem Ball in einem nicht ausgebesserten Divot liegt. Auch Pitchmarken in der Puttlinie freuen uns nicht wirklich. Gerade bei dem aktuellen Wetter, wo der Platz meist noch sehr feucht und das Grünwachstum noch verhalten ist, sollte man besonders achtsam mit dem Platz umgehen.

Dabei ist die Entfernung von Pitchmarken so einfach. Man müsste sich eigentlich auf jedem Grün vornehmen, mindestens eine Pitchmarke zu entfernen. Dann würden viele Grüns wahrscheinlich deutlich besser aussehen. Es schadet auch nichts, wenn man Pitchmarken von anderen Spielern entfernt.

Sehr beliebt ist es auch, andere Spieler nicht durchspielen zu lassen. Die Regelung, dass man seinen nachfolgenden Flight bereits dann durchspielen lassen soll, wenn man sich auf die Suche nach einem Ball begiebt, scheint nicht bekannt zu sein.

Dabei  könnte man das eigene Spiel viel ruhiger gestalten und würde sich von den nachfolgenden Flights nicht so gehetzt fühlen.

Auf einigen Plätzen wird man auch das “Abkürzen” kennen. Also das Auslassen einiger Löcher. Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen. Problematisch wird das Ganze nur, wenn man dabei Flights stört, die auf einer regulären Runde unterwegs sind. Besonders ärgerlich finde ich dann die Spieler, die noch nicht einmal die Bahn frei machen, wenn ein regulärer Flight hinter ihnen ist.

Ein weiteres Ärgernis finde ich immer die Handhabung der Trolleys einiger Spieler. Eigentlich bewältigt man auf einer Golfrunde doch etliche Kilometer. Ist es dann so schwierig, seinen Trolley um den Grünbunker herum zu führen. Die paar Meter können doch nicht wirklich stören.

Zwischen Grünbunker und Grün gehört kein Trolley. Jeder wird wahrscheinlich schon mal gesehen haben, was an den Stellen passiert, die häufig genutzt werden. Im besten Fall ist das Grün nur platt gedrückt.

Zum Abschluss vielleicht noch ein Hinweis. Golf ist durchaus ein Spiel, das man nicht alleine spielen muss. In einem Dreier- oder Viererflight ist es oft auch viel unterhaltsamer. Gerade, wenn der Platz sehr voll ist, sollte man sich anderen Spielern anschließen.

So, nachdem ich nun genug “gepredigt” habe, wünsche ich euch eine erfolgreiche Saison. Und denkt ruhig ab und zu auch mal an die eine oder andere Etikette-Regelung. Schaden wird es sicherlich nicht. ;-)

Ein Kommentar

Feb 07 2010

Golfregeln - die Ausgrenze

Veröffentlicht von Golf Blogger in Golfregeln

The Boys Amateur Championship 2009

Nachdem der letzte Artikel zu den Golfregeln bereits schon wieder 2 Wochen zurück liegt, möchte ich heute mal wieder ein paar Tipps los werden. Für das heutige Regelthema habe ich mir wieder eine Regel ausgesucht, bei der man immer wieder mal lustige Dinge erleben kann. Eigentlich sollte man denken, dass das Thema “Ausgrenze” nicht so kompliziert sein kann. Ist es auch nicht, aber trotzdem haben sich bei dem ein oder anderen Spieler merkwürdige Dinge manifestiert.

Was ist eine Ausgrenze

Die Ausgrenze eines Platzes wird in der Regel durch weiße Pfähle oder eine weiße Linie gekennzeichnet. Meist gelten auch Zäune und Straßen an der Platzgrenze als “Aus”. Man sollte sich immer auf der Scorekarte oder einem entsprechenden Aushang informieren, welche Markierungen die Spielleitung auf einem Platz als Ausgrenze nutzen. Wichtig ist hierbei, dass die Ausgrenze immer an der Linie beginnt, die zum Platz hin liegt. Bei Pfählen ist also der Beginn der Ausgrenze die innere Verbindung zwischen den Pfählen. Eine Linie, die als Ausgrenze dient, ist selbst auch schon Aus.

Wann ist ein Ball im Aus

Eine der häufigsten Fragen, die man im Turnier bzgl. einer Ausgrenze gestellt bekommt ist die Frage, ob der Ball tatsächlich aus ist. Diese wird immer dann gestellt, wenn der Ball die Ausgrenze scheinbar nur knapp verfehlt hat. Bei einem Zaun, einem Weg oder ähnlichen Ausbegrenzungen, ist diese Frage meist einfach zu beantworten. Wird die Ausgrenze aber durch weiße Pfähle gekennzeichnet, dann kann es schon mal etwas schwieriger werden.

Nach den Golfregeln ist ein Ball im Aus, wenn er vollständig im Aus liegt. “Berührt” der Ball also noch einen Teil des Platzes innerhalb der Ausgrenze, so ist der Ball nicht im Aus. Hier gibt es häufig eine etwas “lockere” Auslegung der Regel. So erlebe ich immer wieder, dass z.B. bei einer Kennzeichnung mit Pfählen der Ball nicht als “Aus” gewertet wird, wenn dieser quasi auf der Linie zwischen den Pfählen liegt.

Klar, es ist nicht immer einfach zu ermitteln. Aber man glaubt gar nicht, wie schief man gucken kann, wenn es darum geht, ob ein Ball im Aus ist. Man kann in den meisten Fällen davon ausgehen, dass ein Ball, der scheinbar genau auf der Linie der Pfosten liegt, im Aus ist (siehe Erklärung Aus im vorigen Abschnitt).

Mallorca Classic - Round One

Eine weitere Frage, die immer wieder mal gestellt wird ist folgende. Ist ein Ball aus, der die Ausgrenze vollständig überschritten hat und dann aber in einer Kurve wieder zurück auf den Platz kommt?

Nein, dieser Ball ist natürlich nicht im Aus. Die Feststellung, ob ein Ball im Aus ist, wird erst getroffen, wenn der Ball zur Ruhe gekommen ist.

Zum Schluss kommt noch eine dritte Möglichkeit in Frage. Was ist mit einem Ball, der eine Ausgrenze überquert und auf einer anderen Bahn des Platzes zum Liegen kommt.

Bei dieser Frage kommt es darauf an, wie die Platzregeln definiert wurden. In der Regel wird dort vermerkt sein, dass auch die Bahnen jenseits einer Ausgrenze aus sind.

Wird dies versäumt - z.B. bei einer Straße, die einen Platz trennt und als Ausgrenze definiert wurde - dann ist der Ball streng genommen nicht im Aus, auch wenn dies eigentlich gemeint war.

Bei unserem Platz haben wir solche Grenzen an mehreren Stellen. Man kann dann immer schön beobachten, welche Spieler sich die Platzregeln angesehen haben und welche Spieler einfach denken - der Ball liegt doch auf dem Platz.

Wie ist zu verfahren, wenn der Ball im Aus ist

Ist ein Ball im Aus, so darf man sich einen Strafschlag hinzurechnen und muss den neuen Ball von der Stelle spielen, von der der ursprüngliche Ball gespielt wurde. Es sei denn, man hat einen provisorischen Ball gespielt. Dann kann man diesen direkt weiter spielen.

Man mag es kaum glauben, aber es gibt doch immer noch Zeitgenossen die den Ball lieber von der Stelle spielen, an der er ins Aus gegangen ist. Sie rechnen sich zwar noch brav einen Strafschlag hinzu, wollen aber den Längenverlust nicht hin nehmen.

Wie auch immer dieser Irrglaube entstanden ist. Bei einem Ball im Aus bekomme ich als Strafe einen zusätzlichen Schlag und verliere auch die Länge!

Ausgrenzen sind keine Hemnisse

Befindet sich ein Ball noch nicht im Aus aber in der Nähe der Ausgrenze, kommt meist noch ein weiteres Problem auf den Spieler zu. Er wird durch durch die Ausgrenze evtl behindert.

Der Spieler darf zwar bei seinem Schlag außerhalb des Platzes stehen, aber er darf die Markierungen der Ausgrenze hierzu nicht entfernen.

Man darf also nicht einen dieser weißen Pfähle heraus ziehen oder sich den Zaun von einem Mitspieler wegdrücken lassen. Ausgrenzen sind keine Hemnisse!

Man muss also damit leben, dass man durch die Ausmarkierung behindert wird.

Keine Kommentare

Jan 23 2010

Golfregeln - der provisorische Ball

Veröffentlicht von Golf Blogger in Golfregeln

Im Rahmen der regelmäßigeren Berichterstattung auf meinem Golfblog möchte ich heute mit einer losen Reihe zu Golfregeln und Etikette beginnen. Vorgenommen habe ich mir, möglichst wöchentlich einen Artikel zu dieser Kategorie zu veröffentlichen. Mal sehen, ob mir dies gelingt.

Natürlich könnt ihr mir auch dabei helfen. Schreibt einfach eure Wünsche in die Artikelkommentare. Dann weiß ich auch, was euch interessiert und welche Regelbereiche nicht so klar sind.

Mit den Golfregeln ist es leider genauso, wie mit den Verkehrsregeln. Grundsätzlich kennt jeder die wichtigsten Regeln, trotzdem hält man sich nicht immer dran. Da wird mit 30km/h durch eine Spielstraße gefahren, mit dem Handy telefoniert oder der Wagen an Stellen geparkt, wo es eigentlich nicht erlaubt ist.

Beim Golf gibt es auch solche typischen Regeln, die im Prinzip jeder kennt, aber von den wenigsten richtig umgesetzt wird. Eine meiner Lieblingsbeispiele ist “der provisorische Ball”.

Der provisorische Ball - wann wird er gespielt?

Ein provisorischer Ball (Regel 27-2) kann immer dann gespielt werden, wenn der aktuelle Spielball außerhalb eines Wasserhinderniss verloren oder aus sein könnte. Das Spielen eines solchen Balls dient in erster Linie der Geschwindigkeit des Spiels.

Das Problem ist nämlich, dass man wieder zurück gehen muss, wenn man den Ball an der vermuteten Stelle nicht findet. Bei Turnieren macht man sich mit einer solchen Aktion auf jeden Fall keine Freunde bei den nachfolgenden Flights.

Dies sind unter anderem die Aktionen, die dazu führen, dass Turniere 6 Stunden und mehr dauern. Daher gibt es einen Grundsatz, den ich jedem Spieler mit auf den Weg geben möchte:

Lieber einen provisorischen Ball zu viel gespielt, als unnötige Rückwege zu riskieren.

In diesen Situationen sollte man sich auch nicht zu sehr auf seine Mitspieler verlassen. Wie oft habe ich es schon erlebt, dass mir von Flightpartnern versichert wurde, dass der Ball noch da ist. An der Stelle angekommen hört man dann meist Kommentare wie “ich könnte schwören, dass” oder “der muß hier sein” oder “ich habe doch genau gesehen, dass…” usw.

Den provisorischen Ball richtig ankündigen

Soweit also zu der grundsätzlichen Handhabung eines provisorischen Balls. Nun aber zu dem Punkt, bei dem die meisten Spieler die Regel nicht richtig anwenden. Es geht um den Schlag des provisorischen Balls.

Laut Regel muss der Spieler einen provisorischen Ball ankündigen. Dies geschieht meist nicht und führt mitunter zu unschönen Diskussionen im Flight. Denn auch wenn manche Regeln von vielen Spielern nicht so eng gesehen werden, wird man immer auf den Spieler treffen, der richtig Golf spielt. Nämlich nach den Golfregeln.

Wer kennt sie nicht die Sprüche “dann hau ich nochmal einen” oder “ich spiel noch einen hinter her” oder “der ist wohl weg, dann versuch’ ich es nochmal”.

Bei all diesen Sprüchen weiß man nicht wirklich, was der Spieler meint. Spielt er jetzt einen provisorischen Ball oder geht er davon aus, dass sein Ball weg ist und spielt er direkt ein neuen Ball.

Zur Vermeidung solcher Irritationen muss der provisorische Ball also am besten mit den Worten “ich spiele noch einen provisorischen Ball” angekündigt werden. Ganz korrekt ist man, wenn man gleichzeitig ankündigt, welchen Ball man spielt, damit er im Zweifel identifiziert werden kann.

Einschränkungen beim Einsatz eines provisorischen Balls

Beim Spielen eines provisorischen Balls gibt es auch noch einen weiteren Regelbestandteil, der schon mal vergessen wird. Ich habe selbst schon erlebt, dass Spieler zunächst den ursprünglichen Ball gesucht haben. Als sie dann nach kurzer Zeit merkten, dass der Ball nicht gefunden wird, wollten sie sich schon mal auf den Rückweg begeben.

Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. In der Regel passiert dies, weil der Spieler das Spiel nicht aufhalten will. Es kommt aber vor, dass diese Spieler dann zunächst einen provisorischen Ball spielen wollen. Meist verlassen sie ihre suchenden Mitspieler mit den Worten “sucht schon mal weiter, ich gehe und spiele einen provisorischen Ball”.

Falsch gedacht, ist man einmal in Richtung seines Balls gegangen, um diesen zu suchen, kann man  keinen provisorischen Ball mehr spielen. Spielt man trotzdem einen, wird dieser automatisch zum Ball im Spiel. Auch dann, wenn die Mitspieler innerhalb von 5 Minuten den ursprünglichen Ball wieder finden.

Wie lange darf der provisorische Ball gespielt werden?

So, zum Abschluß wollen wir das Regelwerk bzgl. des provisorischen Balls abschließen. Auch wenn diesen Teil der Regel scheinbar jeder kennt. Hierzu habe ich jedenfalls in den seltensten Fällen abweichende Diskussionen gehabt.

Ein provisorischer Ball darf so lange gespielt werden, bis man die Stelle erreicht, an der der ursprüngliche Ball vermutet wird. Spielt man den provisorischen Ball von dieser Stelle oder von einer Stelle, die näher zum Loch ist, wird der provisorische Ball zum Ball im Spiel.

Sobald der provisorische Ball zum Ball im Spiel wird, ist zu der Schlagzahl noch ein Strafschlag hinzu zu rechnen.

Das war es dann erstmal mit dem Thema Regeln. Wenn noch Unklarheiten bestehen, einfach fragen. Dafür gibt es ja die Kommentarfunktion.

6 Kommentare

Jun 19 2009

Impressionen von Benalup

Veröffentlicht von Golf Blogger in Golfregeln, Golfreisen

Nun bin ich endlich einmal dazu gekommen, ein paar Bilder von unserem Urlaub in Benalup online zu stellen. Eigentlich wollte ich eine schicke Slideshow bereitstellen. Aber irgendwie bekommen ich die entsprechenden Plugins nicht installiert. Daher nochmals eine etwas einfachere Version.

Nachfolgend sind die Bilder vom Golfplatz in Benalup aufgeführt. In einem weiteren Artikel werde ich dann noch ein paar Bilder von Montenmedio zeigen. Natürlich muss ich auch noch von unserer Woche in München berichten. Hoffentlich finde ich demnächst ein wenig Zeit dazu. Irgendwie bleiben in zwei Wochen Urlaub doch mehr Dinge liegen, als man sich vorstellt.

Aber den Urlaub haben wir wieder voll genossen und auch mein Golfspiel scheint durch die täglichen Runden ein wenig konstanter geworden zu sein. Übrigens habe ich in der Woche in Benalup auch noch ein zweites Eagle gespielt. Da das Grün allerdings erhöht lag, war das tolle Ergebnis nicht sofort zu sehen. Nachdem aber nur drei Bälle auf dem Grün lagen, hatte ich schon darauf gehofft, dass mein Ball im Loch liegt. Und so war es dann auch. So einen Erfolg hatte ich schon lange nicht mehr. Erst fast ein Albatros auf einem Par 5 und dem Tap-In zum Eagle und nun noch ein Eagle auf einem Par 4.

Benalup 06 2009 001 Impressionen von Benalup
tmb Benalup 06 2009 001 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 015 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 011 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 020 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 010 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 004 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 019 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 002 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 016 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 008 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 007 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 003 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 017 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 006 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 012 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 014 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 009 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 018 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 021 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 013 Impressionen von Benaluptmb Benalup 06 2009 005 Impressionen von Benalup
Seite 1 von 1


Weitere Infos und Bilder findet man übrigens auch auf dem Blog von Fairway Golfreisen.

Keine Kommentare

Jan 13 2009

mygolf auf dem iPhone

Veröffentlicht von Golf Blogger in Allgemein, Golfregeln

Von mygolf.de wird aktuell eine iPhone Applikation angeboten. Mit der kostenlosen Applikation “GolfHCP” erhält man quasi einen mobilen Zugang zum mygolf Portal. Hier kann man sich sein aktuelles Handicap, das Stammblatt und den Handicapverlauf ansehen. Das zweite Programm wird vom DGV in Zusammenarbeit mit der deutschen golf online GmbH vertrieben.  und bietet die Möglichkeit. Das Programm iPlatzreife bietet eine mobile Version des Regelquiz, so dass man überall sein Wissen aufbessern kann. Den Link zu den Programmen gibt es auf der Seite von www.golf.de/iphone.

Schade, dass ich kein iPhone habe.

3 Kommentare

Jan 08 2009

Jährliche Handicap Überprüfung

Veröffentlicht von Golf Blogger in Allgemein, Golfregeln

Nachdem der DGV die Regelung zur Überprüfung der Handicaps durch den Vorgabenausschuß des Goflclub leicht angepasst hat, werden bei uns im Club in diesem Jahr erstmalig die Handicaps überprüft und angepasst. Durch die Clubverwaltungssoftware wird nun auch eine Liste erzeugt, die es dem Vorgabenauschuß erleichtern soll, die Mitglieder zu identifizieren, bei denen ggf. eine Anpassung vorzunehmen ist.

Die konkrete Regelung hierzu ist in Ziffer 25 der Vorgaben- und Spielbedingung zu finden. Da die Berechnung nicht ganz trivial ist, möchte ich hier gar nicht näher darauf eingehen. Das Prinzip möchte ich aber dennoch versuchen, zu erläutern.

Für vordefinierte Handicapbereiche sind auf Basis von Statistiken die zu erwartenden durchschnittlichen Stableford-Ergebnisse (EMSS - Expected Mean Stableford Score) ermittelt worden, welche die Spieler in der jeweiligen Klasse auf einer 18 Loch-Runde mit relativer Wahrscheinlichkeit erzielen. Für die Feststellung, welche Handicaps zu überprüfen sind, müssen mindestens 4 Turniere gespielt worden sein. Weiterhin werden Stammvorgaben, die im abgelaufenen Jahr gespielt wurden, nicht heraufgesetzt.

Die Leistung eines Spielers wird aus dem Durchschnitt der besseren Hälfte seiner erspielten Ergebnisse ermittelt (bei 6 Turnieren wird also die Summe der besten drei Ergebnisse durch 3 geteilt). Dieses Ergebnis wird dann mit dem EMSS verglichen. Ist der ermittelte Durchschnitt des Spielers mindestens 5 Punkte höher als die untere Grenze seiner Pufferzone, so sollte das Handicap herunter gesetzt werden. Hat man also eine Pufferzone von 33-36 (Vorgabenklasse 3) und ist der ermittelte Durchschnitt seiner Ergebnisse mindestens 38, so ist er ein Kandidat, bei dem dass Handicap heruntergesetzt werden sollte.

Ist der ermittelte Durchschnitt des Spielers gleich oder größer dem EMSS und weniger als 5 Punkte über dem unteren Wert seiner Pufferzone, so wird sein Handicap nicht verändert.

Liegt der ermittelte Durchschnitt des Spielers unterhalb des EMSS so sollte sein Handicap entsprechend der Differenz von EMSS und seinem ermittelten Durchschnitt heraufgesetzt werden. Allerdings ist für jede Handicapklasse eine Obergrenze für die maximale Heraufsetzung definiert worden. Sie beginnt bei maximal 1 für die Handicapklasse 1 und wird in jeder Klasse um 0,5 erhöht. In Handicapklasse 5 wird das Handicap somit um maximal 3 Schläge nach oben gesetzt.

Also nicht wundern, wenn auf dem diesjährigen DGV-Ausweis ein “unerwartetes” Handicap auftaucht. In diesem Fall hat der jeweilige Vorgabenausschuss die Regelung evtl. auch angewendet. Bei uns dürfen sich übrigens ca. 100 Mitglieder über ein besseres Handicap freuen und ca. 5 müssen mit einem etwas höheren Handicap leben.

Mein Handicap wird sich übrigens nicht ändern. Ich habe ein durchschnittliches Stablefordergebnis, welches 1 Punkt höher liegt als meine untere Pufferzone. Damit falle ich in Kategorie 2.

Ich hoffe der kleine Ausflug in die Vorgabenregelungen wahr nicht zu verwirrend. Bei Bedarf kann ich das Thema aber gerne nochmals an Hand von Beispielen etwas verständlicher darstellen.

Keine Kommentare

Jan 07 2009

Neue Kennzeichnung auf DGV Ausweisen

Veröffentlicht von Golf Blogger in Allgemein, Golfregeln

Ab 2009 bekommen die DGV-Ausweise erstmals ein zusätzliches Hologramm Kennzeichen. Mit der Kennzeichnung die in Silber oder in Gold erfolgt, wird die Spielberechtigung des Clubmitglieds und die Regionalität des Golfclubs dargestellt.

Zusätzlich zur farblichen Kennzeichnung erfolgt noch eine Kennzeichnung in der Form “R”, “vS” oder “R/vs”. Hierbei bedeutet ein “R”, dass der Golfclub maximal 10% Mitglieder hat, die weiter als 100km vom Club weg wohnen. Es wird somit die Regionalität des Clubs gekennzeichnet. Die Kennzeichnung “vS” gibt an, dass der Spieler volles Spielrecht in seinem Golfclub hat.

Wenn nur eines von beiden Kennzeichen zutrifft, ist das Hologramm Silber, wenn beide zutreffen wird das Hologramm in Gold aufgedruckt.

Zu Bemerken ist allerdings, dass sich jeder Club freiwillig dieser Kennzeichnung anschliessen kann. Hierzu mussten die Golfclubs diese Kennzeichnung beim DGV beantragen. Ist kein Hologramm auf der Karte vorhanden, heißt dies entweder, dass der Club nicht an der Kennzeichnung teilnimmt oder die Kriterien nicht erfüllt.

Die bisherige “Pflicht”-Kennzeichnung (die meist nicht umgesetzt wurde) “eS”, für eingeschränktes Spielrecht, gibt es ab 2009 nicht mehr. Wenn also einige Vertreiber von Fernmitgliedschaften dies mittlerweile als “Besonderheit” herausstellen, dient dies ausschliesslich zu Werbezwecken.

Man wird sehen, ob diese Kennzeichnung sich bei den Greenfee-Modellen diverser Golfclubs widerspiegeln wird. Dies scheint jedenfalls einer der Gründe gewesen zu sein, warum die Kennzeichnung so von den Golfclubs verabschiedet wurde.

4 Kommentare

Nov 09 2008

Der entführte Golfball

Veröffentlicht von Golf Blogger in Allgemein, Golfregeln

An diesem Wochenende war mein Bruder mit seiner Familie aus München angereist. Seit Kurzem sind sie auch dem Golffieber verfallen und haben gerade ihre PE hinter sich. Natürlich habe ich gleich die Gelegenheit genutzt und habe meiner Schwägerin auf unseren Golfplatz eingeladen (mein Bruder und seine Söhne haben in der Zeit die Wohnung meiner Eltern renoviert ;-) ). Neben ein paar kleineren Tipps konnten wir direkt auch einige Regelfragen in der Praxis üben. So wurde von unserer Flightpartnerin zum Beispiel eine Stromleitung getroffen. Weiterhin gebe ich auch Anfängern (und nicht nur denen) immer gerne den Tipp mit auf den Weg, bei Bällen die nicht weit im Rough landen, zu prüfen, ob man ihn nicht besser als unspielbar erklärt. Meist kommt der Tipp, wenn, nach mehreren wilden Schlägen im Rough, der Ball meist nicht sehr weit bewegt wurde und dem Spieler ein gewisser Frust auf Grund des erzielten Ergebnis anzumerken ist.

Die lustigste Begebenheit haben wir dann allerdings an Bahn 11 erlebt. Mein Flightpartner hatte einen guten Abschlag mitten aufs Fairway gelegt. Nach dem wir uns auf den Weg zum Damenabschlag machten, sah ich sie bereits. Eine Krähe, die sich im Tiefflug über die Bahn bewegte. Und, man ahnt es schon, schwups, war der Ball meines Flightpartners in ihrem Schnabel und verschwand auf nimmer wieder sehen. Er könnte es zunächst nicht glauben und meinte nur etwas entsetzt “ausgerechnet jetzt, wo ich einen guten Ball gespielt habe”. Es muss wohl ein sehr guter Ball gewesen sein, denn er versuchte auf dem Weg zum nächsten Schlag noch der vermeintlichen Flugbahn der Krähe zu folgen. Er hatte tatsächlich die Hoffnung seinen “Schatz” (es war übrigens ein NXT) wieder zu finden. Natürlich blieb es bei der Hoffnung.

So hat meine Schwägerin ihre ersten 18 Löcher mit vielen interessanten Erlebnissen auf unserem Platz verbracht. Wir freuen uns schon auf eine gemeinsame Runde im nächsten Jahr. Bis dahin haben sie dann wahrscheinlich auch einen interessanten Club für sich gefunden,  bei dem sie Mitglieder werden können (Tipps sind gerne willkommen).

Keine Kommentare

Nov 05 2008

Rücksichtslose Golfer

Veröffentlicht von Golf Blogger in Allgemein, Golfregeln

Letztes Wochenende hatten wir Mal wieder die Gelegenheit, uns über die Rücksichtslosigkeit einiger Golfspieler aufzuregen. Nach einer angenehmen Runde waren wir auf dem Weg von Bahn 17 zum finalen Loch. Schon von Weiten konnten wir einen Zweier-Flight am Abschlag sehen, den wir bisher nicht vor uns hatten.

Mein Flightpartner, den so etwas immer besonders “freut”, hatte schon einen Schritt zugelegt, um den beiden Damen zu signalisieren, dass sie wohl nicht auf dem richtigen Loch unterwegs sein konnten. Einzige Reaktion der beiden Damen waren jedoch nur einige Blicke in unsere Richtung und der Versuch, möglichst schnell abzuschlagen. Dies war allerdings nicht ganz so einfach, da ja noch unser regulärer Vorderflight im Weg war.

Mit schnellen Schritten und einigen verstohlenen Blicken in unsere Richtung machten sie sich nun auf zu ihren Bällen. Da unser nachfolgender Flight sicherlich auch bal auftauchen würde, haben wir nochmals den Versuch gestartet, den beiden Damen mitzuteilen, dass sie doch besser ihre Bälle aufheben und das Loch beenden. Unsere Fore-Rufe wurden allerdings nicht weiter wahr genommen.

Besonderer Höhepunkt der ganzen Aktion war dann auch noch, dass ein 10 Zentimeter dringend noch zu Ende geputtet werden musste, obwohl wir bereits seit einiger Zeit darauf warteten, unseren Schlag ins Grün durchzuführen. Danach waren beide schnell verschwunden, so dass wir auch nicht mehr die Gelegenheit hat, die Zwei anzusprechen.

Mit ist es unbegreiflich, dass man immer wieder auf Spezialisten stößt, die von Etikette und Rücksichtnahme nicht viel halten. Diesen Spielern ist es scheinbar nicht bewusst, dass sie durch solche Aktionen den ganzen Betrieb auf dem Golfplatz stören. Wie zu erwarten, musste nun auch unser nachfolgender Flight auf uns warten und da noch zahlreiche Flights folgten, wird sich das Ganze, wie in einem Stau auf der Autobahn, nach hinten auswirken.

Ein Kommentar

Aug 22 2008

Golfvideos im Internet

Veröffentlicht von Golf Blogger in Allgemein, Golfregeln, Golfreisen

Durch Zufall bin ich auf eine neue Internetseite (golfothek) mit einigen Lehr-, Regel- und Reisevideos gestoßen. Die Auswahl ist zwar noch klein, dafür ist der Service allerdings kostenlos und finanziert sich durch Werbung. Man muss sich nur registrieren. Ich habe die Seite in meine Linkliste aufgenommen.

7 Kommentare

Nächste »