Günstiger Golflaser der Firma RocketGolf im Praxistest

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Vor ein paar Wochen habe ich mal wieder einen Golflaser der Firma RocketGolf zur Verfügung gestellt bekommen und diesen nun auf den letzten Runden ausgiebig getestet. Wer meinen Blog schon etwas länger liest, wird sich vielleicht erinnern, dass ich bereits einen der ersten Laser von RocketGolf ausprobiert und darüber berichtet hatte. Diesen Golflaser hatte ich bisher immer noch im Einsatz und er hat mir immer gute Dienste geleistet.

Natürlich haben die Jungs von RocketGolf ihre Produkte auch weiter entwickelt und in letzter Zeit einige neue Modelle auf den Markt gebracht. Hierbei verfolgen sie immer noch den Ansatz, hochwertige Produkte zu fairen Preisen anzubieten. Ähnlich wie das z.B. bei Golfbällen auch immer häufiger zu beobachten ist, sollen die Preise durch weniger Zwischenhändler und günstige Produktionskosten möglichst klein gehalten werden.

Im Test hatte ich den Golflaser Birdie 1300 Pro SLOPE. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um einen Laser, der auch die Höhenunterschiede bei der Entfernungsmessung berücksichtigt und versucht, die „echte“ Schlaglänge anzugeben.

Beim ersten auspacken des Golflaser fiel mir sofort das geringe Gewicht das Entfernungsmesser auf. Das neue Modell ist deutlich leichter, als mein alter Birdie Golflaser von 2013. Der Golflaser liegt sehr gut in der Hand und die Bedienung ist recht einfach und intuitiv. Größe, Form und hochwertige Verarbeitung sind mit dem Golflaser meiner Frau zu vergleichen, die sich vor einiger Zeit ein bekanntes Markenprodukt zugelegt hatte.

Der Golflaser Birdie 1300 Pro SLOPE soll bis zu einer Entfernung von 300 Metern die Fahne messen. Bei einer der letzten Runde habe ich mit den Flightpartnern mal eine kleine Challenge bezüglich der messbaren Weiten durchgeführt. Dabei haben wir diverse Gebäude anvisiert und ermittelt, wie weit die Laser noch eine Entfernung ermitteln. Der Golflaser von RocketGolf hat dabei eine Entfernung zu Gebäuden von um die 500 Metern noch messen können. Das sollte normalerweise wohl völlig ausreichend sein ;-).

Besonders gespannt waren meine Frau und ich auf die SLOPE-Funktion. Vor unserer Clubmeisterschaft hatten wir auf einer Golfrunde alle relevanten Positionen nochmals ausgemessen und uns diese notiert. Hat man die Slope-Funktion eingeschaltet, dann wird im Sucher des Geräts einmal die normale Länge angezeigt und zusätzlich die berechnete Weite, die sich auf Grund des Höhenunterschieds ergibt. An einigen Stellen waren wir zwar etwas verwundert, wie gering der Unterschied war aber mit der Information bekommt man durchaus einen recht guten Hinweis für die Schlägerwahl.

Leider hatten wir bei den bisherigen Tests keine Möglichkeit, die gemessenen „Slope-Entfernungen“ mit anderen Geräten zu vergleichen. Die „normale“ Entfernungsmessung habe ich natürlich mit verschiedenen Geräten von Flightpartnern getestet. Die Genauigkeit liegt aus meiner Sicht bei ca. +-1 Meter und entspricht denen guter Markenprodukte. Leider kann ich diese Genauigkeit nicht bei meinen Schlägen umsetzen ;-).

Eine sehr nützliche Funktion ist auch die Vibration des Geräts, wenn ein Ziel ausgemessen wurde. In Verbindung mit einer Flag-Finder Funktion kann damit die Fahne relativ sicher anvisiert werden. Trotzdem gibt es natürlich immer wieder Probleme, wenn irgendwelche Büsche hinter der Fahne zu finden sind. Je näher diese sich am Grün befinden, desto genauer muß man die Fahne anvisieren. Hinzu kommt, dass ich mich persönlich in solchen Situationen sehr auf die ruhige Handhaltung konzentrieren muß.

In den Einstellungen des Golflasers kann man schließlich auch noch die Darstellung des Fadenkreuz auswählen und nach seinen Vorlieben anpassen. Wichtig ist natürlich, dass man die SLOPE-Funktion einfach ausschalten kann. In Turnieren ist diese Funktion schließlich nicht erlaubt. Mit wenigen „Klicks“ auf die beiden Tasten an der Oberseite des Lasers gelangt man zu dem entsprechenden Menüpunkt und kann die Funktion an- bzw. ausschalten. Gleiches gilt auch für den Wechsel zwischen Meter und Yards.

Nicht fehlen darf natürlich auch die Möglichkeit, das Okular so zu verstellen, dass es für die eigene Sehstärke angepasst werden kann. Zum Lieferumfang gehört auch eine Tasche, die man z.B. am Bag mit einem Karabinerhaken befestigen kann. So hat man den Entfernungsmesser immer schnell im Zugriff. Öffnet man den Reisverschluss, klappt die Tasche soweit auf, dass man den Golflaser schnell entnehmen kann und er unter normalen Bedingungen auch nicht von selbst aus der Tasche fällt.

Auf einer holprigen und hügeligen Strecke ist mir der Entfernungsmesser dann aber doch einmal aus der Tasche gefallen, so dass ich den Reisverschluss seitdem immer ein wenig schließe. Hier würde ich den Jungs von RocketGolf eine kleine Verbesserung vorschlagen. Bei dem Laser meiner Frau ist z.B. ein zusätzlicher Gummizug zum schnellen Verschließen der Tasche angebracht. So kann der Reisverschluss offen bleiben, das Gerät kann nicht heraus fallen und man kann den Laser schnell heraus holen. Vielleicht wäre auch irgendein Magnetverschluss eine Option.

Ansonsten bin ich mit dem Golflaser Birdie 1300 Pro SLOPE sehr zufrieden. Die Handhabung ist absolut einfach, die Genauigkeit passt und die vielen Zusatzfunktionen helfen bei einer schnellen Zielerfassung. Auch der Preis ist gerade im Verhältnis zu den Top-Markenprodukten mit ähnlichen Funktionen wirklich gut. Mittlerweile ist der Markt von Entfernungsmessern zwar deutlich gewachsen aber bei den Geräten, die man zu ähnlichen Preisen erwerben kann, fehlen meist einige der hilfreichen Funktionen, die die Geräte von RocketGolf zu bieten haben.

Wer zu Weihnachten vielleicht noch ein Geschenk für einen Golfer sucht, sollte sich ruhig mal die diversen Versionen der preiswerten Golflaser bei RocketGolf anschauen. Gerade gibt es auch einige interessante Angebote.

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