Tag Archiv 'Regeln'

Feb 27 2010

Etikette - gerne vergessene Regelungen

Veröffentlicht von Golf Blogger in Golfregeln

Es wird mal wieder Zeit für ein paar Regel- bzw. Etikette-Themen. Nachdem ich heute das erste Mal seit langer Zeit wieder auf dem Platz war, habe ich direkt wieder zahlreiche “Verstöße” gegen die Etikette beobachten dürfen.

Halten wir den Spielern mal zu Gute, dass der letzte Regel-/Etikettekurs schon eine Weile her ist. Trotzdem gibt es einige Regelungen, die man scheinbar nicht oft genug wieder holen kann.

Erstaunlicherweise sind bei den regelmäßigen Verstößen genau solche Handlungen dabei, über die wir uns selbst aufregen, wenn andere sie begehen. Aber das eigene Verhalten scheint hier manchmal eine Ausnahme zu sein.

Wahrscheinlich regt sich jeder Spieler darüber auf, dass er mit seinem Ball in einem nicht ausgebesserten Divot liegt. Auch Pitchmarken in der Puttlinie freuen uns nicht wirklich. Gerade bei dem aktuellen Wetter, wo der Platz meist noch sehr feucht und das Grünwachstum noch verhalten ist, sollte man besonders achtsam mit dem Platz umgehen.

Dabei ist die Entfernung von Pitchmarken so einfach. Man müsste sich eigentlich auf jedem Grün vornehmen, mindestens eine Pitchmarke zu entfernen. Dann würden viele Grüns wahrscheinlich deutlich besser aussehen. Es schadet auch nichts, wenn man Pitchmarken von anderen Spielern entfernt.

Sehr beliebt ist es auch, andere Spieler nicht durchspielen zu lassen. Die Regelung, dass man seinen nachfolgenden Flight bereits dann durchspielen lassen soll, wenn man sich auf die Suche nach einem Ball begiebt, scheint nicht bekannt zu sein.

Dabei  könnte man das eigene Spiel viel ruhiger gestalten und würde sich von den nachfolgenden Flights nicht so gehetzt fühlen.

Auf einigen Plätzen wird man auch das “Abkürzen” kennen. Also das Auslassen einiger Löcher. Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen. Problematisch wird das Ganze nur, wenn man dabei Flights stört, die auf einer regulären Runde unterwegs sind. Besonders ärgerlich finde ich dann die Spieler, die noch nicht einmal die Bahn frei machen, wenn ein regulärer Flight hinter ihnen ist.

Ein weiteres Ärgernis finde ich immer die Handhabung der Trolleys einiger Spieler. Eigentlich bewältigt man auf einer Golfrunde doch etliche Kilometer. Ist es dann so schwierig, seinen Trolley um den Grünbunker herum zu führen. Die paar Meter können doch nicht wirklich stören.

Zwischen Grünbunker und Grün gehört kein Trolley. Jeder wird wahrscheinlich schon mal gesehen haben, was an den Stellen passiert, die häufig genutzt werden. Im besten Fall ist das Grün nur platt gedrückt.

Zum Abschluss vielleicht noch ein Hinweis. Golf ist durchaus ein Spiel, das man nicht alleine spielen muss. In einem Dreier- oder Viererflight ist es oft auch viel unterhaltsamer. Gerade, wenn der Platz sehr voll ist, sollte man sich anderen Spielern anschließen.

So, nachdem ich nun genug “gepredigt” habe, wünsche ich euch eine erfolgreiche Saison. Und denkt ruhig ab und zu auch mal an die eine oder andere Etikette-Regelung. Schaden wird es sicherlich nicht. ;-)

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Nov 09 2008

Der entführte Golfball

Veröffentlicht von Golf Blogger in Allgemein, Golfregeln

An diesem Wochenende war mein Bruder mit seiner Familie aus München angereist. Seit Kurzem sind sie auch dem Golffieber verfallen und haben gerade ihre PE hinter sich. Natürlich habe ich gleich die Gelegenheit genutzt und habe meiner Schwägerin auf unseren Golfplatz eingeladen (mein Bruder und seine Söhne haben in der Zeit die Wohnung meiner Eltern renoviert ;-) ). Neben ein paar kleineren Tipps konnten wir direkt auch einige Regelfragen in der Praxis üben. So wurde von unserer Flightpartnerin zum Beispiel eine Stromleitung getroffen. Weiterhin gebe ich auch Anfängern (und nicht nur denen) immer gerne den Tipp mit auf den Weg, bei Bällen die nicht weit im Rough landen, zu prüfen, ob man ihn nicht besser als unspielbar erklärt. Meist kommt der Tipp, wenn, nach mehreren wilden Schlägen im Rough, der Ball meist nicht sehr weit bewegt wurde und dem Spieler ein gewisser Frust auf Grund des erzielten Ergebnis anzumerken ist.

Die lustigste Begebenheit haben wir dann allerdings an Bahn 11 erlebt. Mein Flightpartner hatte einen guten Abschlag mitten aufs Fairway gelegt. Nach dem wir uns auf den Weg zum Damenabschlag machten, sah ich sie bereits. Eine Krähe, die sich im Tiefflug über die Bahn bewegte. Und, man ahnt es schon, schwups, war der Ball meines Flightpartners in ihrem Schnabel und verschwand auf nimmer wieder sehen. Er könnte es zunächst nicht glauben und meinte nur etwas entsetzt “ausgerechnet jetzt, wo ich einen guten Ball gespielt habe”. Es muss wohl ein sehr guter Ball gewesen sein, denn er versuchte auf dem Weg zum nächsten Schlag noch der vermeintlichen Flugbahn der Krähe zu folgen. Er hatte tatsächlich die Hoffnung seinen “Schatz” (es war übrigens ein NXT) wieder zu finden. Natürlich blieb es bei der Hoffnung.

So hat meine Schwägerin ihre ersten 18 Löcher mit vielen interessanten Erlebnissen auf unserem Platz verbracht. Wir freuen uns schon auf eine gemeinsame Runde im nächsten Jahr. Bis dahin haben sie dann wahrscheinlich auch einen interessanten Club für sich gefunden,  bei dem sie Mitglieder werden können (Tipps sind gerne willkommen).

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