Etikette – gerne vergessene Regelungen

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Es wird mal wieder Zeit für ein paar Regel- bzw. Etikette-Themen. Nachdem ich heute das erste Mal seit langer Zeit wieder auf dem Platz war, habe ich direkt wieder zahlreiche „Verstöße“ gegen die Etikette beobachten dürfen.

Halten wir den Spielern mal zu Gute, dass der letzte Regel-/Etikettekurs schon eine Weile her ist. Trotzdem gibt es einige Regelungen, die man scheinbar nicht oft genug wieder holen kann.

Erstaunlicherweise sind bei den regelmäßigen Verstößen genau solche Handlungen dabei, über die wir uns selbst aufregen, wenn andere sie begehen. Aber das eigene Verhalten scheint hier manchmal eine Ausnahme zu sein.

Wahrscheinlich regt sich jeder Spieler darüber auf, dass er mit seinem Ball in einem nicht ausgebesserten Divot liegt. Auch Pitchmarken in der Puttlinie freuen uns nicht wirklich. Gerade bei dem aktuellen Wetter, wo der Platz meist noch sehr feucht und das Grünwachstum noch verhalten ist, sollte man besonders achtsam mit dem Platz umgehen.

Dabei ist die Entfernung von Pitchmarken so einfach. Man müsste sich eigentlich auf jedem Grün vornehmen, mindestens eine Pitchmarke zu entfernen. Dann würden viele Grüns wahrscheinlich deutlich besser aussehen. Es schadet auch nichts, wenn man Pitchmarken von anderen Spielern entfernt.

Sehr beliebt ist es auch, andere Spieler nicht durchspielen zu lassen. Die Regelung, dass man seinen nachfolgenden Flight bereits dann durchspielen lassen soll, wenn man sich auf die Suche nach einem Ball begiebt, scheint nicht bekannt zu sein.

Dabei  könnte man das eigene Spiel viel ruhiger gestalten und würde sich von den nachfolgenden Flights nicht so gehetzt fühlen.

Auf einigen Plätzen wird man auch das „Abkürzen“ kennen. Also das Auslassen einiger Löcher. Grundsätzlich spricht ja nichts dagegen. Problematisch wird das Ganze nur, wenn man dabei Flights stört, die auf einer regulären Runde unterwegs sind. Besonders ärgerlich finde ich dann die Spieler, die noch nicht einmal die Bahn frei machen, wenn ein regulärer Flight hinter ihnen ist.

Ein weiteres Ärgernis finde ich immer die Handhabung der Trolleys einiger Spieler. Eigentlich bewältigt man auf einer Golfrunde doch etliche Kilometer. Ist es dann so schwierig, seinen Trolley um den Grünbunker herum zu führen. Die paar Meter können doch nicht wirklich stören.

Zwischen Grünbunker und Grün gehört kein Trolley. Jeder wird wahrscheinlich schon mal gesehen haben, was an den Stellen passiert, die häufig genutzt werden. Im besten Fall ist das Grün nur platt gedrückt.

Zum Abschluss vielleicht noch ein Hinweis. Golf ist durchaus ein Spiel, das man nicht alleine spielen muss. In einem Dreier- oder Viererflight ist es oft auch viel unterhaltsamer. Gerade, wenn der Platz sehr voll ist, sollte man sich anderen Spielern anschließen.

So, nachdem ich nun genug „gepredigt“ habe, wünsche ich euch eine erfolgreiche Saison. Und denkt ruhig ab und zu auch mal an die eine oder andere Etikette-Regelung. Schaden wird es sicherlich nicht. 😉

1 Kommentar

  1. Hallo,
    eigentlich sind die Regel- bzw. Etikette-Themen, die in diesem Beitrag aufgeführt werden, für jeden Golfspieler selbstverständlich und sollten in Fleisch und Blut übergegangen sein.
    Da Golf inzwischen nicht mehr einem rein elitären Publikum vorbehalten ist sondern vielfach zum Volkssport geworden ist, sollte man sich anderen Spielern anschließen. Das kann sich dann auch im Wettbewerb in der Gruppe positiv auswirken.

    Viele Grüße
    Manuela

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