Golfregeln – Vorgaben im Matchplay

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Ich habe ja schon eine ganze Weile nichts mehr zu einem meiner Lieblingsthemen – den Golf Regeln – geschrieben. Auf mygolf.de habe ich die Tage eine interessante Diskussion gesehen, die vielleicht einige Matchplay Spieler interessieren wird.

Es ging um die Frage der Vorgabenverteilung beim Matchplay, wenn die Spieler nach dem 18. Loch in die Verlängerung gehen müssen.

Zu Beginn des Spiels wird ja normalerweise die Differenz der beiden gegnerischen Spieler oder Teams ermittelt und je nach Clubregel meist mit 3/4 gewichtet. Hat ein Spieler also Spielvorgabe 12 und der Gegner Spielvorgabe 24, dann ist die Differenz 12 bzw. bei einer 3/4-Vorgabenregelung ist die Differenz 9.

rules4youDer schwächere Spieler bekommt nun also an den 9 schwersten Löchern einen Schlag vor. Konnte nach der regulären Runde – also nach 18 Löchern – kein Sieger ermittelt werden, dann wird normalerweise im „sudden death“ Verfahren weiter gespielt.

Hier stellt sich nun die Frage, ob der schwächere Spieler wieder an den schweren Löchern einen Schlag vor hat. Die Meinungen gehen hier oft auseinander. Manche Spieler meinen nun, dass die Vorgaben schon aufgebraucht waren und ohne weitere Vorgaben gespielt wird. Dies ist natürlich nicht richtig.

Der Grund ist, dass eine neue Runde gestartet wird. Und daher muss auch die Vorgabenverteilung wieder genauso vorgenommen werden, wie in der ursprünglichen Runde. Ist in unserem Beispiel Bahn 1 eines der 9 schwersten Löcher, dann hat der Spieler mit der Spielvorgabe 24 auch an diesem Loch wieder einen Schlag vor.

Sehr schön kann man diese Regel auch in dem Regelportal des DGV – rules4you – nachlesen. Wer dieses Portal noch nicht kennt, sollte sich diese Seite schnell in seine Favoriten legen. Hier findet man immer eine schnelle Antwort auf Regel- und Etikette-Fragen.

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