Golf-Safari in Norddeutschland – Green Eagle

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Die letzte Station unserer kleinen Norddeutschland-Golftour führte uns wieder einmal nach Lüneburg. Für uns eine der schönsten Städte in Deutschland, die wir bisher besucht haben. Hier war es mal wieder etwas schwieriger kurzfristig noch ein freies Hotel in der Stadt zu finden. So haben wir ganz in der Nähe im Best Western Premier Castanea Resort gewohnt. Dies war insofern etwas ungewöhnlich, als dass wir damit quasi direkt auf dem Golfplatz Adendorf gewohnt haben, ohne dass wir diesen Platz gespielt haben.

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Da wir den Platz aber schon kannten und ich gerne einmal die Plätze von Green Eagle ausprobieren wollte, war das nicht ganz so „tragisch“. Warum Green Eagle? Na ja, die Meinungen zu dem Nord-Kurs sind ziemlich kontrovers und den längsten Platz Europas muß man doch mal gespielt haben.

Green Eagle Nordkurs

Der Nordkurs von Green Eagle war in der Tat ein tolles Erlebnis. Einzig das Wetter hat uns doch ein wenig zu schaffen gemacht. Bei ca. 35 Grad und einer Startzeit um 10:00 Uhr herum waren die letzten Bahnen ziemlich anstrengend. Dabei fordern einen gerade die zweiten 9 Löcher besonders. Das mit der Länge ist auf den ersten 9 Bahnen noch gar nicht bemerkbar. Schaut man sich die Scorekarte an, wird man auch feststellen, dass die „Überlänge“ eigentlich nur auf den zweiten Neun zu finden ist. Die ersten 9 Bahnen haben nur eine Länge von 2.856 Metern von Gelb. Bei den zweiten 9 darf man sich dann mit 3.792 Metern auseinander setzen.

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Die Schwierigkeit des Platzes liegt aber nicht nur in der Länge. Eigentlich gibt es kein einziges Loch, bei dem nicht irgendwie Wasser ins Spiel kommt. Auch bei den Wasserhindernissen hat man wohl versucht, die Größe auf die Spitze zu treiben. So gibt es immer wieder mal Bahnen, die fast auf der gesamten Länge von Wasser begleitet werden.

Sehr interessant sind die Bunker mit ihrem weißen, fast „steinigem“ Sand. Besonders „ärgerlich“ ist eine riesige Bunkerlandschaft, die sich an einer Stelle quer über den gesamten Platz ausdehnt und bei mindestens 4 Bahnen ins Spiel kommt. Das Ding ist so groß, dass man eigentlich kaum eine Möglichkeit hat, das Hindernis zu vermeiden.

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Die Grüns sind auch nicht wirklich einfach zu spielen, da sie heftig onduliert sind. Die Geschwindigkeit hielt sich auf unserer Runde noch in Grenzen, aber man sollte den Ball nicht zu weit von der Fahne platzieren, da man sonst ziemlich viel Spaß beim Lesen der Puttlinie hat.

Der Pflegezustand des Nordkurses war richtig gut und das trotz der trockenen Tage. Was mir persönlich besonders gut gefallen hat, war das geniale Fairway. Ich kann mich kaum erinnern auf einem so tollen und nahezu gleichmäßigen Rasen gespielt zu haben. Dies schien auch mein Golfspiel zunächst positiv beeinflußt zu haben. Nach 5 Bahnen lag ich nur 1 über Par und dann war es aber leider wieder vorbei – es war einfach zu heiß ;-).

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Wie bereits erwähnt kommen die wirklichen Schwierigkeiten erst auf den zweiten 9 Bahnen. 4 Par 5 Löcher, wobei hier u.a. ein 600 Meter Loch dabei ist und ein Par 3 mit über 220 Meter müssen erst einmal gespielt werden. Der Platz ist schon sehr interessant jedoch ist Länge nicht alles. Insgesamt kommt er sehr offen daher und wirkt vielleicht teilweise etwas „künstlich“. Ein Platz, den man sicher mal gespielt haben sollte aber für mich nicht wirklich zu den Plätzen gehört, die man immer wieder mal spielen muß. Den Pflegezustand des Platzes würde ich mir allerdings viel öfter auch auf anderen Golfplätzen wünschen.

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Green Eagle Südkurs

Den Südkurs von Green Eagle haben wir dann an unserem Abreisetag gespielt. Eigentlich hatten wir geplant, ein Cart zu mieten, damit es für die Rückfahrt und bei dem Wetter nicht zu anstrengend wird. Scheinbar gibt es hier aber nicht so viele Carts, so dass wir dann doch zu Fuß gegangen sind. Was natürlich auf den absolut flachen Plätzen auch nicht wirklich kritisch war. Carts sind hier in der Tat überhaupt nicht notwendig.

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Der Südkurs ist komplett anders gestaltet, als der lange Nordkurs. Hier gibt es von den Bäumen reichlich, die auf dem Südkurs gefehlt haben. Wasser ist hier genauso oft anzutreffen, die Grüns waren aber nicht so onduliert und noch etwas langsamer. Insgesamt war der Platz in einem etwas schlechteren Zustand, als der Nordkurs, was wohl unter anderem durch die Waldlage beeinflußt ist.

Wenn man nun denkt, dass der Südkurs deutlich einfacher zu spielen ist, als der Nordkurs, der wird bereits nach den ersten Bahnen eines Besseren belehrt. Hier ist es nicht die Länge die erste Schwierigkeit, sondern das Layout der Bahnen, die Bäume und das Wasser, welches gefühlt häufiger ins Spiel kam.

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Der Platz fordert insgesamt deutlich mehr strategisches Spiel und hier hilft es nicht immer einfach nur „drauf zu hauen“. Einige Grüns sind von Wasser so geschützt, dass man quasi immer wieder mit einer Art Inselgrün zu kämpfen hat.

Das Ambiente und das gesamte Spiel auf dem Platz haben uns wesentlich besser gefallen, als auf dem Nordkurs. Es mag allerdings auch am Wetter gelegen haben. Die 35 Grad auf dem Nordkurs waren schon ziemlich heftig und haben unser Spiel dort deutlich beeinflußt. Dieses Wetter wäre wahrscheinlich das richtige Wetter für den Aufenthalt auf der genialen Terrasse nach der Runde gewesen. Solch eine Terrasse in Verbindung mit dem tollen Sandstrand, die direkt am Inselgrün der 18 liegt, habe ich auch noch nicht auf einem Golfplatz erlebt. Hier kam nochmal richtiges Urlaubsfeeling auf.

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Die Restauration und der gesamte Service auf der Anlage soll auch nochmals lobend erwähnt werden. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich auch noch ein Punkt, der mich wirklich begeistert hat. Green Eagle scheint tatsächlich eine Anlage für Jedermann zu sein. So tolle Plätze habe ich noch nie zu einem so günstigen Greenfee gespielt, was natürlich auch daran lag, das wir den Nordkurs an einem Wochentag gespielt haben. Auf Grund der Greenfee-Börse, die auf Basis von Wetter und Besucherzahl den Preis ermittelt, haben wir nur 45€ für den Nordkurs bezahlt.

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