Golftour im Nordosten Deutschlands – Stadthagen und GC Am Harrl als erstes Zwischenziel

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Im August diesen Jahres haben wir wieder unseren obligatorischen Golfurlaub innerhalb Deutschlands unternommen. Da das Wetter zu dieser Jahreszeit in der Regel recht gut ist, planen wir meist einen sehr kurzfristigen Urlaub und warten ab, wo das Wetter wohl die optimalsten Bedingungen liefert. So auch in diesem Jahr. Zur Auswahl standen Bad Griesbach und der Osten Deutschlands. Da die Buchungen sich für Bad Griesbach so kurzfristig ein wenig schwieriger gestalteten, haben wir uns kurzer Hand für eine „kleine“ Golftour durch den Nordosten Deutschlands entschieden.

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Mein Bruder und seine Frau waren zunächst noch in Hamburg unterwegs und wollten sich uns dann nach ein paar Tagen anschließen. Nach diversen Internetrecherchen und der Klärung möglicher Golfplätze und Unterbringungen haben wir uns dann schließlich für eine Tour entschieden, die in Stadthagen als erste Zwischenstation beginnen sollte. Nach 4 Tagen ging es dann weiter nach Schwerin und von dort aus nach Strelasund bzw. Stralsund. Den Abschluß der Tour bildete Krugsdorf mit einem kleinen Ausflug nach Stettin.

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Während dieser Golfreise haben wir insgesamt 9 verschiedene Golfplätze gespielt, bei deren Auswahl wir durchaus ein glückliches Händchen hatten. Ein richtiger Reinfall war zum Glück nicht dabei und mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Die Organisation einer solchen Reise mit diversen Etappen ist nicht immer ganz einfach, mittlerweile habe ich aber eine recht gute Übung darin. Problematisch war es diesmal, dass zu der Zeit überall Clubmeisterschaften statt gefunden haben und man die Startzeiten daher genau planen musste. Daher hatten wir auch darauf geachtet, dass möglichst mehrere Golfplätze an einem Ort zu Auswahl standen und so eine Ausweichmöglichkeit bestand.

Unsere erste Station – Golfclub am Harrl

Bereits am Anreisetag nach Stadthagen haben wir unsere erste Golfrunde gespielt. Hierzu hatten wir den Golfclub am Harrl ausgewählt, da dieser genau auf dem Weg zum Hotel lag und mit zu den 4 Golfplätzen unseres Golf Arrangements gehörte. Bei diesem Golfplatz handelt es sich um einen 9-Loch Platz mit einem zusätzlichen öffentlichen 6-Loch Platz, der im Weserbergland liegt und damit auch ein klein wenig hügelig ist. Allerdings besteht nicht wirklich die Notwendigkeit eines Carts.

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Im Golfclub am Harrl scheint alles ein wenig gemütlicher zuzugehen. Wir waren am Wochenende angereist und hatten schon die Befürchtung, dass der Platz an einem Sonntag sehr voll sein könnte. Eine Startzeit gab es allerdings nicht und diese war auch tatsächlich nicht nötig. Der Platz war relativ leer, was evtl. auch an dem noch etwas ungemütlichen und sehr windigen Wetters lag.

Das Office war zunächst nicht besetzt und wir schauten uns um, wer uns denn wohl weiter helfen konnte. Schließlich kam ein sehr freundlicher Mitarbeiter, der zwar auf Anhieb nichts von dem der Reservierung über das Hotel wusste uns aber zunächst ausführlich den Platz erklärte. Er meinte dann, wir sollten einfach mal die erste 9-Löcher Runde spielen und dann schauen, ob wir Lust haben, noch weiter zu spielen ;-). Die Formalitäten könnten dann irgendwann später geklärt werden und wir würden ihn irgendwo auf dem Übungsgelände finden. So entspannt und zuvorkommend sind wir schon lange nicht mehr auf einem Golfplatz begrüßt worden.

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Die Entspannung hörte dann aber bald auf, nach dem wir die ersten Bahnen des Golfplatzes gespielt haben. Eigentlich war es ganz gut, dass man auf einer zweiten oder dritten Runde nochmals einen Versuch hat, die Bahnen etwas besser zu spielen. Wesentlichen Einfluss für unser teilweise sehr schreckliches Spiel hatte aber auch der massive Wind. Da Platz selbst sehr offen ist, war der Wind fast immer im Spiel.

Dies waren aber nicht die einzigen Schwierigkeiten dieses Platzes. Teilweise recht große Bunker, die durchaus geschickt angelegt sind, Bachläufe, Biotope und sonstige Wasserhindernisse und viele Ausgrenzen sowie einige Schräglagen sorgen für zahlreiche Herausforderungen. Auch das Rough in unterschiedlichen Höhen war teilweise nicht spielbar. Dafür war der Platz ansonsten in einem recht guten Zustand und die teilweise recht großen Grüns hatten auch eine gute Geschwindigkeit.

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Etwas unschön ist der doch recht lange Weg zwischen Bahn 5 und Bahn 6. Hier geht es in das Tal der Tränen, wie dieser Teil des Golfplatzes wohl genannt wird. Wenn man diese Bahnen dann gespielt hat, was man auch, woher die Bezeichnung kommt. Auf Bahn 6 schlängelt sich ein Biotop genau in Drivelänge quer über das Fairway. Hier ist es meist besser, wenn man den Ball vorlegt, was dann aber für einen ziemlich langen zweiten Schlag in ein sehr ungünstig am Wald gelegenes Grün sorgt. Außerdem kann man das Grün von dort nicht wirklich einsehen.

Bahn 7 eröffnet einem wieder einmal einen schönen Blick über das Weserbergland und verläuft recht gerade ständig bergab. Hier besteht eigentlich nur die Gefahr, dass man den Ball rechts auf das Feld ins Aus haut – was bei dem Wind nicht immer zu vermeiden ist. Auf dem Abschlag an Bahn 8 angekommen fragt man sich zunächst, wo man denn hinspielen soll? Das Fairway ist hier im Prinzip in zwei Teile geteilt und in der Mitte befindet sich ein riesiger Baum, Büsche und ein Wasserhindernis.

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Theoretisch könnte man vom Abschlag quasi geradeaus spielen, jedoch kann man die Landezone überhaupt nicht einsehen, sondern nur erahnen, wo genau man hinspielen muß. Diese Variante ist zudem nur für sichere Longhitter interessant. Also hält man sich lieber links. Hier ist dann aber das Problem, dass man sich nicht zu weit links halten sollte, weil dann der zweite Schlag Richtung Grün viel zu lang wird. Je nachdem, wo man liegt, kann man auch das Grün nicht einsehen und der Wasserlauf, der sich durch das gesamte Fairway zieht und von hohen Büschen eingefasst ist, macht den zweiten Schlag auch nicht einfacher. Hinzu kommt das Problem, dass man die Landung des Balls nicht einsehen kann und mit etwas Pech den Ball in dem (Semi-)Rough nicht wieder findet.

Auf der neunten Bahn erwartet einen dann ein Par3 mit einem Wasserhindernis auf der rechten Seite, welches sich fast vor das komplette Grün ausdehnt.

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Nachdem wir die ersten 9-Löcher dann hinter uns hatten, haben wir den Hinweis des netten Herren am Anfang „und dann schauen sie mal, ob sie noch eine Runde spielen wollen“ in einem ganz anderen Licht gesehen ;-). Zudem hatten wir auch beide wirklich schlecht gespielt. Leider ist die zweite Runde nur unwesentlich besser geworden.

Der Platz ist teilweise ein wenig ungewöhnlich aber durchaus interessant. Er bietet zahlreiche Herausforderungen, so dass er auch als 9-Lochplatz nicht so schnell langweilig wird. Die Grüns waren wirklich gut und die Fairways in recht gutem Zustand. Besonders ärgerlich war aber das fast unspielbare Semi-Rough indem man auch noch Schwierigkeiten hatte, den Ball überhaupt wieder zu finden. Entschädigt wurden wir ein wenig von der wirklich freundlichen und entspannten Atmosphäre auf diesem Golfplatz. Nach der Runde haben wir uns dann noch ein Getränk auf der Clubterrasse gegönnt, bevor wir zum Stadthotel Gerbergasse weiter gefahren sind.

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