Saisonstart Portugal – Golfplatz Royal Óbidos

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Während unseres Golfurlaubs im Hotel Evolutee bei Óbidos haben wir 6 Golfrunden auf 4 Golfplätzen eingeplant. Den Platz – Royal Óbidos – der direkt am Hotel liegt haben wir dabei am ersten und letzten Tag gespielt. Von den 4 gespielten Golfplätzen ist der Royal Óbidos, der von Severiano Ballesteros designed und 2012 eröffnet wurde, der beste Platz in der Umgebung. Hier stimmt das Layout, die Platzpflege und die tollen Ausblicke bis hin zum Atlantik.

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2016 wurde der Golfplatz Royal Óbidos von der Zeitschrift „Golf World Magazin“ auf Platz 57 der Top 100 Plätze Europas positioniert. Damit hat die Anlage gegenüber 2014 26 Plätze gut gemacht.

Der Golfplatz ist leicht hügelig und eigentlich recht gut zu Fuß zu bewältigen. Auf unserer ersten Runde haben wir mit zwei äußerst netten Herren aus England gespielt. Diese waren mit dem Cart unterwegs und auf dem Weg zu Loch 2 haben wir uns schon gefragt, ob das nicht evtl. doch die bessere Entscheidung gewesen wäre. Der Weg ist relativ lang und führt quasi auf den höchsten Punkt der Anlage. Entschädigt wird man mit tollen Ausblicken über die Lagunenlandschaft und das hervorragende Loch 2.

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Während man wieder zu Luft kommt, kann man sich schon mal Gedanken machen, wie man die Par 5 Bahn am besten spielt. Die Herrenabschläge sind leicht erhöht und auf der linken Seite befindet sich ein riesige Wasserhindernis. Longhitter werden hier sicherlich versuchen, den Drive über das Wasser abzukürzen, um das Grün vielleicht sogar in zwei Schlägen zu erreichen. Besser ist die Variante, den Ball rechts neben das Wasser zu positionieren, wobei man den Weg allerdings etwas verlängert. Optimal wäre wahrscheinlich einen etwas kürzeren Schläger zu wählen und den Ball möglichst nahe vor das Wasserhindernis zu positionieren. Auf unserer zweiten Runde hatte ich die Longhitter-Variante ausprobiert – leider fehlten mir ein paar Meter, so dass der Ball lieber baden gehen wollte.

Diese zweite Bahn zeigt einem direkt am Anfang, worauf man sich bei dem Platz einlassen muß. Leicht ondulierte Fairways mit strategisch gut positionierten Bunkern und schwierig anzuspielenden Grüns. In diesem Fall mit einem Grün, welches nicht nur recht groß, sondern teilweise auch wieder von Wasser umgeben ist.

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Das folgende Par 3 sieht eigentlich recht einfach aus und es ist eigentlich auch nich so lang, wenn die Fahne vorne im Grün positioniert ist. Nach dem Schlag bemerkt man dann aber, dass das Wasser rund um das Grün doch näher ist, als man geahnt hat. Selbst ein misslungener Chip kann bei den schnellen Grüns dafür sorgen, dass man den Ball auch mit dem zweiten Schlag nochmal in Gefahr bringen kann.

Obwohl der Platz immer recht voll ist, sorgen die Marshals für einen zügigen Spielfluß. Auch wir wurden zwischendurch zu etwas schnellerem Spiel angespornt, obwohl wir eigentlich recht gut in der Zeit und nur für 2 Bahnen etwas mehr Abstand hatten. Wie gesagt ist der etwas hügelige Platz ganz gut zu Fuß zu bewältigen. Etwas störend sind eigentlich nur die Wege zwischen Grün und Abschlag. Kaum ein Abschlag liegt wirklich direkt am vorhergehenden Grün.

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Der Platz ist sehr abwechslungsreich und bietet immer wieder sehr spannende Löcher. Wasser ist immer wieder im Spiel irgendwie hatte ich den Eindruck, dass Ballesteros sich gerade für die Drivingzonen unterschiedlichste Schwierigkeiten eingebaut hat.

Bahn 11 ist einer dieser Bahnen mit diversen Schwierigkeiten. In der Regel dürfte der Abschlag nicht lang genug sein, dass man die Kuppe erwischt und der Ball evtl. noch den Hang hinunter läuft. Nur dann wird man sich wahrscheinlich trauen mit dem zweiten Schlag direkt das Grün anzugreifen. Ob eine Hangabwärtslage für diesen Schlag optimal ist, wird man dann sicher schnell heraus finden. War der Drive nicht so lang und hat man die Bunker außen vor gelassen, dann kann man sich überlegen, den Ball vor das Wasserhindernis zu legen oder das Risiko einzugehen, den Ball möglichst nahe an das Grün zu bringen und den Ball links von dem Wasserhindernis zu positionieren.

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Wie auch immer, das Grün – welches sehr schmal und breit ist – dürfte aus jeder Position schwierig anzuspielen sein. Wenn der Ball danach dann zu weit weg von der Fahne liegen sollte, darf man sich in der Regel freuen, wenn man nicht mehr als 3 Putts benötigt.

Die Grüns sind echt der Hammer und unsere zwei Golfrunden haben nicht wirklich ausgereicht, dass wir uns an die schnellen und ondulierten Grüns, die meist auch noch erhöht waren, gewöhnt haben. 3er Putts waren eher die Regel, als die Ausnahme

Nachdem man Bahn 11 gemeistert hat, kommt man direkt zur nächsten Herausforderung. Bahn 12 ist mit einem großen Biotop und einem Wasserlauf versehen. Hierdurch wird das Fairway quasi in zwei Teile aufgeteilt. Das Problem ist, dass es auf der linken sicheren Seite nur eine recht kleine Drivingzone gibt und man zwangsläufig zu weit weg vom Grün ist, um das Par 4 in zwei Schlägen zu erreichen. Theoretisch könnte man auch versuchen den Ball direkt über das Biotop zu schlagen und damit eine optimalere Position für den zweiten Schlag zu bekommen. Mir ist aber niemand aufgefallen, der diese Option wirklich in Betracht gezogen hat.

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Auf Bahn 13 kommt man an ein kürzeres Par 3. Dieses Loch hat die Schwierigkeit, dass das Grün so hoch liegt, dass man es nicht einsehen kann. Die Gefahr ist damit sehr groß den falschen Schläger zu wählen und damit in den umliegenden Bunkern zu landen. Daraus auf dem recht hügeligen Grün noch ein Par zu zaubern dürfte nicht so einfach sein.

Eines der wohl schönsten Löcher ist die 18. Ein fast 500 Meter langes Par 5 mit einem tollen Blick über die Anlage und den Atlantik. Hier liegt die Schwierigkeit wohl in der optimalen Positionierung des zweiten Schlags. Das Grün ist wieder recht schmal und vor bzw. links von dem Grün liegt ein großes Wasserhindernis. Rechts vom Grün landet man entweder im Hang oder in zwei unschönen Bunkern. Muß man hieraus spielen, wird einen wohl meist das Wasser im Hintergrund stören.

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Wir haben zwei wirklich tolle Runden auf dem Platz gespielt, auch wenn uns bei der zweiten Runde einige heftige Regenschauer den Spaß verderben wollten. Der Royal Óbidos ist einer jener Plätze, die nie langweilig werden. Jede Menge Herausforderungen und extrem schwierige Grüns, die viel Konzentration erfordern.

Der Service ist gut und sehr freundlich. Einzig vor unserer zweiten Runde habe ich ein wenig die Krise bekommen. Wir wollten im Office nur unsere Startzeit bestätigen und keine 20 Minuten vor unserer Startzeit standen etwa 20 Golfspieler vor dem Desk. Auch hier waren immer wieder Gruppen mit ihren Trainern unterwegs. Anscheinend müssen die Spieler sich hier alle einzeln anmelden, statt das dies der Trainer für alle erledigt. Während ich mich angestellt habe und schon kurz davor war, mich einfach vorzudrängeln, ist meine Frau zum Starter gegangen. Dieser kam dann direkt ins Office und hatte die Anmeldung im Computer selbst vorgenommen. Ein wirklich toller Service in dieser etwas unübersichtlichen Situation.

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Nach der Runde sollte man auf jeden Fall auch in das „The Legend“ auf ein Bierchen oder eine Stärkung nach der Runde einkehren. Während der Runde wird man aber auch immer wieder versorgt. Vor der Runde kann man sich auf einer großen Driving Range einschlagen (50 Bälle für 5,-€). Auch die übrigen Übungseinrichtungen bieten eine gute Möglichkeit, sich auf den Platz einzustellen.

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